Die Geschichte des Chornlade
Ginette und Christa lassen sich vom Chornchämmerli Lenzburg inspirieren und möchten in Zürich etwas ähnliches aufbauen. Roman, ein Freund von ihnen, hat an der Reitergasse Räume für eine Autowerkstatt gemietet. Einen dieser Räume kann er abgeben, und so werden dort Getreidesäcke, Dörrfrüchte und Bio-Gemüse ausgebreitet. Sehr bald stösst auch Ulla zum Team. Sie und Ginette bringen das Anfangskapital von Fr.7›000.– (!). Die Miete des Raumes kostet ca. Fr. 250.– monatlich.
Zum bereits erwähnten Angebot kommt eine Ecke mit Schafwolle und eine mit Kochbüchern dazu. Die Kräutermischungen, einzelne aus eigener Wildsammlung, stellen die Frauen nach Pfarrer Küenzle selbst zusammen. Zum Teil backen sie auch Brot, zum Teil bringt es Franziska, berühmt ist auch ihre Torta di pane. Aus einem Haushaltskühlschrank werden Demeter-Quark und Geissenkäsli von einem Bekannten verkauft. Ein anderer bringt selbstgemachtes Gommasio vorbei. Ginette, Christa und Ulla arbeiten gratis. Vor allem für Ginette ist der ‹Chörnlilade› (ursprünglicher Name) in erster Linie ein Ort der Begegnung, im Laden sein bedeutet ein Happening. Die KundInnen werden zu einer Tasse Tee eingeladen, KünstlerInnen finden Platz für die Ausstellung ihrer Werke.